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Sonderausstellung „Wunderwelt Eifeler Vulkanglas“

Eröffnung und Vortrag der Sonderausstellung am 01.12.2019

Gerolstein, Naturkundemuseum, Hauptstraße 72 - Eröffnung: 16:00, Vortrag im Sitzungssaal,  Beginn: 18:00

Das Eifeler Vulkanglas gehört zu den bislang in der Öffentlichkeit wenig bekannten Naturschätzen der Eifel. Es handelt sich um Sandsteine aus dem Untergrund (Devon und Trias) mit z.T. wunderschön gefärbten Glaskrusten, die durch das Magma mit nach oben gebracht und dabei enormer Hitze ausgesetzt waren und angeschmolzen wurden. Dabei kam es mitunter zur Bildung von reinen Glastropfen und Glaspfützen an und unterhalb der angeschmolzenen Sandsteine. Die meist porzellanartig erscheinenden Glas-Xenolithe, zu Deutsch glasierte Fremdgesteine oder seit Kurzem auch neu als Exotzamite bezeichneten Vulkangläser sind eine geologische Besonderheit von Weltrang. Es gibt nur fünf weitere kleine Vorkommen in der Welt, wo etwas Vergleichbares bekannt ist. Allerdings können sich diese Gläser weder in Qualität noch Quantität mit dem Vulkanglas aus den Lavagruben der Vulkaneifel messen. Seltsamerweise sind die farbenfreudigen Eifeler Vulkangläser bislang selbst in Fachkreisen kaum bekannt geworden und lösen, wenn man sie zum ersten Mal in voller Schönheit sieht, oft Staunen und Unglauben aus. Mancher Wissenschaftler glaubt sogar Fälschungen vor sich zu haben. Grund dafür ist die normalerweise extreme Seltenheit solcher Gläser, denn es bedarf schon besonderer Umstände, dass sich Glas bildet und dann über hunderttausende von Jahren stabil bleibt und so frisch aussieht wie am Tag der Entstehung. Im Naturkundemuseum Gerolstein sind die Glas-Xenolithe schon seit Jahren ein fester Bestandteil der Ausstellung. Zusätzlich dazu haben wir für unsere neue Sonderausstellung nun aus privater Hand noch eine Reihe weiterer besonders spektakulärer Exponate erhalten, darunter auch einige facettierte Edelsteine, die aus dem Eifeler Vulkanglas geschliffen wurden. Diese Exponate führen die Schönheit und Vielseitigkeit der Verglasungen eindrücklich vor Augen und ermöglichen dem Besucher einen einmaligen Einblick in die Wunderwelt des Eifeler Vulkanglases zu erhalten.

Die Sonderausstellung wird am Sonntag, den 01.12.2019 feierlich vom Bürgermeister um 16:00 eröffnet. Der Eintritt ist frei und wir bereiten etwas zum Anstoßen vor. Um 18:00 wird es dann von Dr. Jan Bohaty, dem führenden Experten zum Thema, einen einstündigen Vortrag zu den Eifeler Glas-Xenolithen geben, in der die Geschichte, Schönheit und Besonderheiten des Vulkanglases eindrücklich vorgestellt wird.

Hinweis: Der Vortrag findet im Sitzungssaal des Naturkundemuseums statt. Der Eintritt ist frei, aber es wird um eine kleine Spende für die Unkosten und um Voranmeldung gebeten.                                

Für Rückfragen: Telefon Naturkundemuseum 06591-9849890    Email: info@nkm-gerolstein.de

Filmvorführung ‚Kriegsjahre in der Eifel‘ am 7.11.2019, 19.00 Uhr

‚Kriegsjahre in der Eifel‘ eine Filmvorführung mit dem Autor und Regisseur Dietrich Schubert
Eine Veranstaltung des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Regionalverband Eifel in Kooperation mit dem Naturkundemuseum und der VHS Gerolstein

Gerolstein, Naturkundemuseum, Hauptstraße 72, Sitzungssaal.  Beginn: 19:00

In Kooperation mit dem Naturkundemuseum und der VHS Gerolstein zeigt der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Regionalverband Eifel, den Dokumentarfilm von Dietrich Schubert ‚Kriegsjahre in der Eifel‘, SchubertFilm 1989.  Der Autor und Regisseur Dietrich Schubert wird bei der Vorführung anwesend sein und uns im Anschluss Fragen zu seinem Film beantworten.

Der Film wird gezeigt im Rahmen der Veranstaltungsreihe ‚2019 - 80 Jahre Beginn des zweiten Weltkrieges‘.

Kriegsjahre in der Eifel ist ‚ein lebendiges Stück Zeitgeschichte, das der jungen Generation den Wahnsinn des Krieges aus Sicht der betroffenen Menschen hautnah vor Augen führt.‘ (TRIERISCHER VOLKSFREUND)

Hinweis: Der Vortrag findet im Sitzungssaal des Naturkundemuseums statt. Der Eintritt ist frei, aber es wird um eine kleine Spende für die Unkosten und um Voranmeldung gebeten.                                

Telefon Naturkundemuseum: 06591-9849890    Email: info@nkm-gerolstein.de

Kriegsjahre in der Eifel

Ein Film von Dietrich Schubert

Fachvortrag im Naturkundemuseum am 05.09.2018 um 19:00

Die Dachschiefer in Hunsrück und Eifel – Historie, Nutzung, Geologie und ihre weltberühmten Fossilien

Gerolstein, Naturkundemuseum, Hauptstraße 72, Sitzungssaal
Dauer: 19:00 - 20:00

Mit diesem Vortrag gibt Jens Koppka, der neue Leiter des Naturkundemuseums, sein Debut als Vortragender in Gerolstein. Der etwa einstündige Vortrag wird sich mit den devonischen Dachschiefern aus der Eifel und dem Hunsrück beschäftigen. Wir sehen diese Schiefer hier in der Eifel ja fast überall auf den Dächern, aber wenige werden wissen, wann diese Gesteine zum ersten Mal verwendet wurden und wie man sie gewonnen und verarbeitet hat. Nach der Einleitung geht es im geologischen Teil des Vortrages dann um das Alter, die Verbreitung und Entstehung der Schiefer. Im Hauptteil werden dann speziell die beeindruckenden Fossilien vorgestellt, insbesondere solche die im Hunsrück in der Gegend von Bundenbach gefunden wurden. Die pyritisierten und daher oft golden erscheinenden Fossilien geben uns durch ihre zum Teil spektakulär gute Erhaltung von Weichteilen spannende Einblicke in die Biologie der Meeresbewohner aus der Zeit des Unteren Devons vor etwa 390 Millionen Jahren. Bei der Durchsicht des Sammlungsmaterials (Smlg. Mausbach) im Naturkundemuseum Gerolstein fand sich ein teilweise präparierter Trilobit der Gattung Asteropyge, bei dem schon einige Beine zu sehen waren. Die Erhaltung solcher Strukturen sind Glückfälle der Paläontolgie, da normalerweise die Beine von Trilobiten nicht erhaltungsfähig sind. Es konnten im Labor des Museums dann noch viele feine Details in stundenlanger Feinarbeit freigelegt werden und diese werden dann genauer und zusammen mit weiteren spektakulären Fossilien während des Vortrages vorgestellt. Diese außergewöhnliche Erhaltung hat die Hunsrückschiefer zu einer Fossilienlagerstätte von Weltruf gemacht und im Vortrag wird dann auch gezeigt warum dieser Ruf mehr als gerechtfertigt ist.

Hinweis: Der Vortrag findet im Sitzungssaal des Naturkundemuseums statt. Der Eintritt ist frei, aber es wird um Voranmeldung gebeten. Spenden sind natürlich willkommen.                                  Telefon: 06591-9849890    Email: info@nkm-gerolstein.de